Den zweiten Platz, den wir bei dieser Reise ansteuerten, war "La Serre de Portelas" bei Saint Saturnin in der Nähe von Clermont-Ferrand.

Nach den Aussagen von Bekannten, die "La Serre de Portelas" von früher kannten, waren wir gefasst, ein sehr einfaches, wenn nicht gar primitives Gelände vorzufinden.

Umso angenehmer waren wir überrascht : nach überaus freundlichem Empfang zeigte man uns ein weiträumiges, offen wirkendes Terrain mit einer wunderbaren Aussicht auf das Tal der Monne und andere Teile des Massiv Central.

Wir konnten uns einen sonnigen Platz aussuchen, was sich an den folgenden Tagen bei morgens 5 bis 8 Grad C Lufttemperatur als die richtige Wahl entpuppte. Infolge der intensiven Sonne machte ein Frühstück drauBen, in unbekleidetem Zustand, trotz solcher Lufttemperaturen SpaB.

Die Sanitäranlagen sind einwandfrei und waren sehr sauber. Dies wurde unterstützt durch die äuBerst praktische Einrichtung der Toiletten : zusätzlich zur Wasserspülung war in jeder Kabine ein Wasserhahn mit einem etwa 1,5 m langem Schlauch vorhanden. Etwaige Verunreinigungen lieBen sich mit Hilfe dieses Schlauches leicht und restlos abspülen.

Der Duschraum ist gut eingerichtet und groBzügig verglast. Man ist vor Wind und Wetter geschützt und hat doch den Eindruck, mitten in der schönen Landschaft zu stehen.

Ganz neu (noch nicht ganz fertig, aber in Betrieb) ist ein schönes, modernes Schwimmbad mit Kinderbecken und mit solarbeheizter Dusche in leicht futuristischem Design.

Die anderen Sportmöglichkeiten: Tennis, Volleyball, Basketball, Tischtennis, BogenschieBen, LuftpistolenschieBen u.a. In vielen Fällen kann man sich die notwendigen Geräte entleihen.

Im Juli/August, so war zu lesen, gibt es eine Bewirtschattung mit Eis, Getränken und eine "épicerie de dépannage", d.h., einen Laden, in dem man sich "zur Not" versorgen kann mit (die Auflistung ist ein Auszug aus dem entsprechenden Anschlag): Kaffee, Milch, Reis, Nudeln, TomatensoBe, einige Büchsengerichte, Streichhölzer, Korkenzieher, Büchsenöffner, und was man halt so zum Überleben braucht.

Bei der Auswahl von Besichtigungen fällt einem die Wahl schwer. Angeblich gibt es in der Umgebung etwa 250 romanische Kirchen.

Hervorzuheben sind dabei die wunderschönen Kirchen von St Saturnin und von Orcival. Erstere wird kaum besucht, letztere ist ein Anziehungspunkt für Busse. Dann lohnen sich Ausflüge auf den Puy- de-Dôme (StraBe zum Gipfel ist gebührenpfiichtig), Fahrten durch die groBartigen Landschaften des Regionalparkes der Auvergne, die Verkostung von Ziegenkäsen auf der "route du fromage" (näheres dazu im "FKK-Magazin" Dezember 1994), die Besichtigung von Burgen und Schlössern und natürlich ein Besuch der Stadt Clermont-Ferrand mit der eigenartigen, aus schwarzem Vulkangestein erbauten Kathedrale.

Drei Nächte waren viel zu wenig, aber wir wollten ja eigentlich an "unsere" Coubre. Ein Wiederkommen ist also fest eingeplant

Bezahlt haben wir : Für 2 Personen mit Wohnwagen und Stromversorgung in der Vorsaison pro Nacht : FRF 74,80 zuzüglich FRF 25.- "Installationspauschale" einmalig pro Aufenthalt.

FKK magazin Nr.2 - April 2000